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Alte Grenzsteine entlang der Kölschen Heck

1690 - Kölsche Heck

Eine Landhecke von über 50 Kilometer Länge ließ der Graf von Nassau zwischen 1446 und 1448 errichten, um sein Gebiet gegen Überfälle und Schmuggel aus dem kurkölnischen Sauerland zu schützen.

Eine undurchdringliche lebende Mauer wuchs auf einer Grabenwallanlage. Das sogenannte ´Gebück` bestand aus einer Heckenbepflanzung, die mit Dornen- und Brombeerpflanzen verstärkt wurde. Äste und wachsende Zweige wurden miteinander in der Hecke verwoben. Wer die Grenze durchschreiten wollte, tat dies an einem der ´Schläge`. Diese Durchlässe waren meist nur wagenbreit und konnten durch einen Schlagbaum geschlossen werden. Viele dieser Landwehren waren durch ´Schanzen` zusätzlich gesichert.

Im 16. Jahrhundert nahmen die Grenzstreitigkeiten zu. Die Reformation verschärfte die Lage. 1690 wurden zusätzlich Grenzsteine gesetzt. Diesseits und jenseits der Grenze entfremdeten sich die Menschen. Ihre Sprache, Bräuche und Lebensgewohnheiten entwickelten sich sehr unterschiedlich. 400 Jahre sollte dies dauern, bis beide Herrschaftsgebiete im Königreich Preußen, in der Provinz Westfalen eingegliedert wurden.

Die altersgrauen Hoheitssymbole stehen oder liegend moosüberzogen, schweigend im Wald und zeigen noch heute  den alten Grenzverlauf an. Manche von ihnen stehen am Wegesrand und sind über Wanderwege gut zu erreichen. Andere liegen beinah vergraben tief im Unterholz. Sie drohen zu verschwinden.

Wer der Kölschen Heck folgen möchte, dem empfehle ich das Buch UnterholzTouren, in dem eine Wanderwegbeschreibung entlang der alten Gräben und Wälle zu einigen Grenzsteinen beschrieben ist.

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11.01.2019

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